Sternbild Lyra − Leier

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In der griechischen Mythologie war Hermes der Sohn des Zeus. Er trug einen Flügelhut und Flügelschuhe. Er war der Beschützer der Händler und Diebe und der Meister in jeder Kunst der Täuschung. Er war es, der die Leier erfand. Er war noch ein Kind, da sah er eine Schildkröte im Grase weiden. Er trug sie nach hause, weidete sie aus, nahm ihren Panzer, zog eine Rindshaut darüber, spannte sieben Saiten aus Schafsdarm über einen Steg und ließ sie ertönen. Diese Leier kam später in den Besitz von Apollon, der sie schließlich an seinen Sohn Orpheus weitergab, der ein gewaltiger Sänger war und um Eurydike werben wollte. Hymenaeus, der Gott der Vermählung, kam um die beiden zu trauen, doch schlechte Vorzeichen ließen die Zukunft dunkel erscheinen. Als die jungvermählte Eurydike im Garten spazierenging, wurde sie von einer Schlange gebissen, sank zusammen und starb. Orpheus stieg in die Unterwelt herab, spielte dabei auf seiner Leier und sang dazu. Er wollte seine Gattin wieder ins Leben zurückholen. Er drang durch die Scharen luftiger Gebilde und die Schemen jenseits des Grabes vor bis zu Hades, dem Beherrscher der Unterwelt. Orpheus sang vom Unrecht des Todes seiner Gattin und erbat deren Freilassung. Während er so zum Klang seiner Saiten sang, begannen die blutlosen Seelen zu weinen. Weder Hades' Gattin Persephone noch er selbst vermochten dem Flehenden seine Bitte abzuschlagen. Sie riefen Eurydike. Diese weilte bei den erst kürzlich gekommenen Schatten und ging wegen der Wunde langsamen Schrittes einher. Orpheus nahm sie bei der Hand und erhielt zugleich die Weisung, nicht eher die Augen zu wenden, als bis er das Tal der Toten verlassen habe, sonst sei das Geschenk widerrufen. Orpheus und Eurydike erklommen stillschweigends den steilen Pfad hinauf zur Oberwelt, denn er war in der dichten, pechschwarzen Finsternis nur schwer zu finden. Schon waren sie nicht mehr weit von der Grenze der Oberwelt entfernt, doch Orpheus konnte die Schritte seiner Gattin nicht mehr höhren. Da drehte er sich um aus Angst, sie könnte schon entwunden sein. Doch da stand Eurydike, schöner denn zuvor. Während sie entschwand, streckte sie ihre Arme aus, voll Sehnsucht, Orpheus zu umarmen und umarmt zu werden, aber die Unglückliche greift nur in die entweichenden Lüfte. Als sie so zum zweitenmal starb, ließ sie kein Wort der Klage über ihren Gatten vernehmen - worüber hätte sie auch klagen können als über seine Liebe zu ihr? Sie hauchte ein letztes Lebewohl, seinen Ohren kaum mehr vernehmlich, und sank dorthin zurück, woher sie gekommen war.



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M 56 - Kugelsternhaufen
M 56 ist ein 8,27 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 8,8'. Die einzelnen Sterne sind zwischen 13 und 16 mag hell. Der Haufen enthält zwölf veränderliche Sterne, darunter zwei RR-Lyrae-Sterne, einen RV-Tauri-Stern und einen Cepheiden. M 56 befindet sich in etwa 30000 bis 35000 Lichtjahre Entfernung und hat total etwa 230000 Sonnenmassen. Das Alter der Sterne in diesem Kugelsternhaufen wird auf etwa 13 Milliarden Jahre geschätzt, etwa dreimal älter als die Sonne.

Konstellation: Leier
Magnitude: 8.38
Größe: 5.80'
RA/DEC: 19h 17m 39.3s    +30° 13' 52.6"




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M 57 - Ring-Nebel
Der Ringnebel (M 57 bzw. NGC 6720) ist ein planetarischer Nebel. Der Nebel ist der Überrest eines Sterns, der vor etwa 20000 Jahren seine äußere Gashülle abgestoßen hat. Bei Messier 57 handelt es sich um einen leicht elliptischen Gasring, der etwa 2300 Lichtjahre von uns entfernt ist.

Konstellation: Leier
Magnitude: 8.75
Größe: 1.40' x 1.00'
RA/DEC: 18h 54m 35.9s    +33° 03' 39.0"